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Wozu eigentlich Community?

 Wozu eigentlich Community?
 

Hab ihr euch mal gefragt, was euch dazu bewogen hat hier diese Geschichte mit Profil und Blog zu machen...?
Ich selber bin noch in anderen Communities unterwegs, aber wieso tue ich das eigentlich...

Sicherlich steht ganz weit vorne, dass man neue Leute kennenlernen will, aber geht das nicht mehr so wie früher im „richtigen Leben"?
Ich habe vor einiger Zeit zu jemandem noch gesagt, dass wenn man sagt, man möchte neue nette Leute kennenlernen, es fast so ist, als ob man sich mit nem Schild mit der Aufschrift „Hallo, willst du mein Freund sein??? an die Straßenecke stellen würde... Soll ich erwähnen, dass diese Person war deswegen seeehr angepisst war?

Ich geben es auch offen zu:
Ich habe zwar kein Problem damit auf Fremde zuzugehen, aber irgendwo gibt es ja schon gewisse innere Sperren. Auch wenn ich mich viele Menschen für „draufgängerisch" und sehr expressiv und offen halten, eigentlich lasse ich mich doch sehr schnell verunsichern...

Naja, mir ist bei mir selber aufgefallen, dass ich ja quasi das Gleiche mache und ich neue Leute kennen lernen will und über den elektronischen Weg ist das ja auch viel leichter, weil unverbindlicher und aus der Sicherheit der eigenen vier Wände heraus.
Aber ist euch schon einmal aufgefallen, dass man in Communities da doch sehr spezifisch herangeht und sehr stark sondiert?

Nach welchen Kriterien entscheidet man das überhaupt... Ich behaupte mal das mindesten 80% der Benutzer eh nur auf Foto gucken und dann vielleicht noch auf den Musikgeschmack...

Es wird wohl niemand bestreiten, dass Profile und Blogs Medien sind, die einem „Normalo" eine Plattform zur Selbstdarstellung bieten...
Man legt sich ein Profil an, erzählt was über sich. Sicherlich kommt der Literaturwissenschaftler in mir durch, wenn ich behaupte, dass Profile fast schon eine eigene Form von Egodokument darstellen, drücken sie doch aus, was der Autor des Profils anderen über sich vermitteln will...
Aber ist es manchmal nicht auch so etwas, wie eine Maske?
Bei manchen Leuten frage ich mich ernsthaft, soll das Profil ausdrücken, wie die Person, oder will die Person so sein, wie das Profil es darstellt...

Aber wo bleibt der Mensch hinter den ganzen Bildchen, Listen mit Lieblingsbüchern, Lieblingsmusik , U-Tube Videos und dem anderen Firlefanz?
Reduziert dieses Medium die Person dahinter nicht nur auf eine bestimmte Menge an Text?

Ich finde, dass dieses ganze Medium auf der Schwelle zur totalen Depersonalisierung steht.
Man wird völlig austauschbar.
Durch das riesige Angebot geht der Mensch hinter dem Profil schon fast unter.

Man wird zu einem weiteren ICQ Fenster, einem anderen Profilbild, eine endliche Summe an Bits und Bytes.
Alles wird zu einem weiteren konsumierbaren Angebot in den Untiefen des Datenmolochs namens Internet.

Also liebe Leute, wenn ihr es nächste mal jemanden wegklickt, dann denkt daran, dass der auch nur ein Mensch ist.

Ich will meinen C64 zurück....

Liebe Grüße

19.3.07 15:49
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


limbo / Website (21.3.07 08:25)
für mich ist das hier alles immer noch eine brodelnde mischung aus purem voyeurismus und exhibitionismus.

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